Luftgewehr

Sportliches Gewehrschießen kann bei der Schützengesellschaft Aurach mit dem Luftgewehr betrieben werden. Der Reiz an dieser Sportart ist, dass es eben nicht so einfach ist, wie es sich anhört. Vielmehr erfordert es ein hohes Maß an Konzentration und Körperbeherrschung. Immerhin gilt es, um eine Zehn (die höchstmögliche Ringzahl) zu erreichen, auf die Entfernung von 10 Metern einen 0,5 mm (!) kleinen Punkt zu treffen. Also braucht man neben einer ruhigen Hand und innerer Ruhe, auch eine gute allgemeine Kondition, um seinen Körper unter Kontrolle halten zu können.

Damit der eigene Körper möglichst ruhig steht, tragen Gewehrschützen für Außenstehende recht seltsam anmutende Schießkleidung. Jacken und Hosen aus festem Material und Schuhe mit extrastarker Sohle verleihen den Gewehrschützen den typischen „Entengang“ wenn sie sich zum Schießstand bewegen.
Quelle „Deutscher Schützenbund“



Luftgewehrschießen in der Schützengesellschaft Aurach:
In der Schützengesellschaft Aurach stellt das Luftgewehrschießen die größte und zugleich traditionsreichste Sparte des Vereinslebens dar, der seit 1955 ohne Unterbrechung nachgegangen wird. In unserem Schützenhaus stehen den Mitgliedern insgesamt 16 Druckluftschießstände für Training und Wettkämpfe zur Verfügung. Wichtig ist außerdem zu erwähnen, dass es sich bei einem Luftgewehr um keine sogenannte "scharfe" Waffe handelt. Das Geschoss wird beim Abfeuern also ausschließlich durch Druckluft, statt wie bei anderen Waffen durch eine Treibladung, beschleunigt.

Die Schützengesellschaft Aurach nimmt jährlich mit mehreren Mannschaften an den Luftgewehr-Rundenwettkämpfen des Schützengaus Ansbach teil. Ein Team besteht dabei aus drei bzw. vier Personen und versucht durch gute Gemeinschaftsergebnisse im Laufe der Saison möglichst viele Punkte zu sammeln. Die Wettkämpfe werden in abwechselnder Reihenfolge im eigenen wie auch in gegnerischen Schützenhäusern ausgetragen. Bei den gemeinsamen Schießabenden, die größtenteils heimatnah im Landkreis Ansbach stattfinden, kommt üblicherweise auch die Geselligkeit nicht zu kurz.



Die Technik entscheidet:
Ist im Schießsport die Rede vom richtigen Anschlag, so ist die korrekte Körperhaltung gemeint, die es beim Zielvorgang einzunehmen gilt. Um gute sportliche Ergebnisse zu erreichen und Haltungsschäden wie beispielsweise Rückenschmerzen zu vermeiden, sollten ein paar grundlegende Tipps zum richtigen Stand beachtet werden, die wir nachfolgend kurz erläutern möchten:



Quelle Schützenverein Winterlust Staudheim e. V.

Die Fußstellung spielt gerade im Stehendanschlag eine wichtige Rolle. Sie ist die Voraussetzung für eine gute Anschlagsstabilität. Besonders die Körperruhe und die Absicherung des Anschlags zur Seite werden über die Fußstellung gesteuert. In einem Winkel von ca. 90 Grad sollten die Füße zum Ziel stehen, ein leichtes Aufdrehen der Fußspitzen zur seitlichen Zielkorrektur ist dabei nicht ungewöhnlich. Die Füße sollten eine leicht versetzte Position einnehmen, dabei wird der rechte Fuß etwas zurückgesetzt. Der Schütze erreicht damit eine Vergrößerung der Stützfläche und der Anschlag wird nach links abgesichert. Der Abstand der Füße ist annähernd schulterbreit oder breiter zu wählen. Wurde vor 20 Jahren noch eine schulterbreite Fußstellung bevorzugt, so ist es heute die breitere Fußstellung die überwiegt. Dadurch wird zwar der linke Fuß etwas mehr belastet, aber gleichzeitig wird die linke Beckenseite angehoben und bietet dadurch dem Stützarm eine bessere Auflage. Wichtig ist, dass die gesamte Fläche des Fußes belastet wird, eine stärkere Belastung der Innen-, Außen-, Fersen oder Ballenbereiche führt unweigerlich zu größeren Körperschwankungen.
Quelle Schützenverein Winterlust Staudheim e. V.



Quelle Schützenverein Winterlust Staudheim e. V.

Der Oberkörper wird nach links verdreht und „fällt geradlinig in sich zusammen“. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass die Bauch- und Rückenmuskulatur entspannt ist. Um eine gleichmäßige Anschlagsstabilität zu erreichen ist es wichtig, dass die Oberkörperhaltung bei jedem Schuss in gleicher Weise eingenommen wird. Beim o.g. „Zusammensacken“ empfindet der Schütze eine Druckwirkung, die primär auf den Ellenbogen des Stützarms wirkt, wodurch das Gewicht des Gewehrs auf den Körper abgeleitet wird, statt durch bloße Muskelkraft gehalten werden zu müssen.
Quelle Schützenverein Winterlust Staudheim e. V.